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Geschichte(n) im Radio

Krimilesung vor Mitternacht

Hubert Brieden: Schweineherz

Vor zehn Jahren fand in Hannover die Expo unter dem modisch-inhaltsfreien Titel „Mensch-Natur-Technik“ statt. Die Expo wurde zum Treffpunkt fĂŒr Biotechnologen, Genbastler und Hirnforscher aus aller Welt. Personal, Ambiente, Themen und nicht zuletzt Genforschungen in der Region Hannover legten es nahe, einen Krimi zu schreiben, was dann auch geschah. Auf dem Sendeplatz “Nachtflug” bei Radio Flora wird er anlĂ€sslich des Expo-JubilĂ€ums jetzt vom Autor gelesen.

Zum Inhalt:

Helmuth Krassek sollte nur ein paar Informationen ĂŒber ein gentechnologisches Institut bei Hannover zusammentragen. Nichts weiter als einer dieser schlecht bezahlten kleinen Gelegenheitsjobs, mit denen er sich ĂŒber Wasser hĂ€lt. Doch dann stĂ¶ĂŸt er auf die Geschichte mit der grausig ums Leben gekommenen jungen Forscherin, die mit Schweineherzen experimentierte. Erst, als es lĂ€ngst zu spĂ€t ist, wird Krassek klar, wie leicht man unter die Hufe oder unters Messer kommen kann 


Pressestimmen:

Auch in seinem zweiten Kriminalroman lĂ€sst der Historiker Hubert Brieden seinen lakonischen Antihelden wieder in der Region Hannover ermitteln. So wird das spannende LesevergnĂŒgen auch zur Suche nach möglichen Parallelen in der Wirklichkeit. (Prinz Hannover)

Dem Autor gelingt der Spagat zwischen Wissensvermittlung und spannender Unterhaltung. Seine zum Teil schrullig, alternativ-lĂ€ndlichen Figuren zeichnet er liebevoll-lakonisch. Geschickt wechselt er Zeiten und Orte und steigert zum Schluss beim Showdown auf den gewitternassen Straßen in Hannover-Linden rasant das Tempo. (Niedersachsen)

An realen SchauplÀtzen in der NÀhe von Neustadt und in Hannover entwickelt sich ein (fiktiver) Krimi, der Hubert Brieden als eigenwilligen Autor ausweist. (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

Termine:

1. Alpha und Omega

Montag, 1. Februar 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 3. Februar 2009, 15-16 Uhr

2. Ein Auftrag

Montag, 8. Februar 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 10. Februar 2009, 15-16 Uhr

3. Schweine und Menschen

Montag, 15. Februar 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 17. Februar 2009, 15-16 Uhr

4. Angst

Montag, 22. Februar 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 24. Februar 2009, 15-16 Uhr

5. Kaninchen

Montag, 1. MĂ€rz 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 3. MĂ€rz 2009, 15-16 Uhr

6. Der Spinner

Montag, 8. MĂ€rz 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 10. MĂ€rz 2009, 15-16 Uhr

7. Die Freundin

Montag, 15. MĂ€rz 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 17. MĂ€rz 2009, 15-16 Uhr

8. Es lebe der Tod

Montag, 22. MĂ€rz 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 24. MĂ€rz 2009, 15-16 Uhr

9. Schlag auf Schlag

Montag, 29. MĂ€rz 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 31. MĂ€rz 2009, 15-16 Uhr

10. Drunter und drĂŒber

Montag, 5. April 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 7. April 2009, 15-16 Uhr

11. Wind und Regen

Montag, 12. April 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 14. April 2009, 15-16 Uhr

12. SchweinekÀlte

Montag, 19. April 2009, 23-24 Uhr
Wiederholung: Mittwoch, 21. April 2009, 15-16 Uhr

Sendeplatz “Nachtflug”, Radio Flora live stream: www.radioflora.de

 

RadiobeitrÀge zum Nachhören und Herunterladen

Menschen im Toten Moor

 Radiofeature von Hubert Brieden und Helge Kister

Totes Moor. Schon der Name fĂŒr diese ehemalige Sumpf- und Wasserlandschaft zwischen Neustadt am RĂŒbenberge und dem Steinhuder Meer lĂ€sst schaudern. Wer denkt da nicht an alte Geschichten von Geistern und Gespenstern, die aus den Nebelschwaden auftauchen und mĂŒde Wanderer vom festen Pfad abbringen?

Aber kam nicht erst mit der Arbeit das wirkliche Grauen in diese Sumpflandschaft? Moorarbeit war Knochenarbeit. Nur wer in Ă€ußerste Not geraten war, schuftete in Torfstichen und EntwĂ€sserungsgrĂ€ben: zunĂ€chst verarmte Bauern, spĂ€ter Tausende von Wanderarbeitern und -arbeiterinnen aus Osteuropa. In den Weltkriegen wurden Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter ins Tote Moor getrieben.

Heute ist der Sumpf weitgehend trockengelegt, das Kultivierungswerk ist vollendet, die Arbeit bald getan - Arbeit, die Natur und Menschen gleichermaßen zerstörte.

Im Radiofeature von Hubert Brieden und Helge Kister geht es um eines der interessantesten Kapitel in der Sozialgeschichte der Region Hannover.

Auf der Internetseite von Radio Flora unter BeitrÀge & Podcasts (Kategorie: Gesellschaft) http://www.radioflora.de/index.php?article_id=180&clang=0

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Tote Zivilisten nach einem Bombenangriff der NATO im Krieg gegen Jugoslawien 1999

Der Kosovokrieg - Vorbereitung und Folgen

Vortrag von Brigadegeneral a.D. Dr. Heinz Loquai

Der NATO-Krieg gegen Jugoslawien brachte am 24. MĂ€rz 1999 den ersten Kriegseinsatz deutscher Soldaten nach dem 2. Weltkrieg. Dies war eine ZĂ€sur in der deutschen Politik, eine Weichenstellung fĂŒr die Bundeswehr. Die deutschen StreitkrĂ€fte, die nach dem Grundgesetz eine Verteidigungsarmee sind, wurden in eine Armee zur weltweiten Intervention umgestaltet.

Zum Referenten: Dr. Heinz Loquai war Brigadegeneral der Bundeswehr und bis Ende MĂ€rz 1999 bei der deutschen OSZE-Vertretung in Wien als MilitĂ€rberater tĂ€tig. Er konnte dort einen guten Einblick in die Entwicklung und Zuspitzung des Kosovo-Konfliktes gewinnen. Seine Behauptungen, in zwei BĂŒchern dargelegt und begrĂŒndet: Dieser Krieg war vermeidbar. Die deutsche Öffentlichkeit wurde ĂŒber die wahre Lage vor Beginn des Krieges getĂ€uscht. Auch dieser Krieg hat unermessliche SchĂ€den angerichtet und eine Lösung der Probleme erschwert.

Aufzeichnung einer Veranstaltung des Arbeitskreises Regionalgeschichte und des Ver.di-Bildungswerkes in Neustadt am RĂŒbenberge am 3.11.2005

Auf der Internetseite von Radio Flora unter BeitrÀge & Podcasts (Kategorie: Geschichte) http://www.radioflora.de/index.php?article_id=275&clang=0

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Zwischen 1538 und 1543 verfasste der Reformator Martin Luther hasserfĂŒllte antijĂŒdische Plamphlete und prĂ€gte ĂŒber Jahrhunderte antisemitische Wahnvorstellungen.

Antisemitismus und deutsche Arbeit

Radiobeitrag von Hubert Brieden

Sprecherin: Steffi Theil

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Westdeutschland, spĂ€ter in Gesamtdeutschland regelmĂ€ĂŸig Untersuchungen zur Verbreitung antisemitischer Gesinnung und Vorurteile durchgefĂŒhrt, bei denen ebenso regelmĂ€ĂŸig herauskam, dass zwischen 15 und 20 % der deutschen Bevölkerung ĂŒber ein festes antisemitisches Weltbild verfĂŒgen. 40-50% pflegen antisemitische Vorurteile. Das in einem Land, in dem fast alle Juden wĂ€hrend der NS-Zeit umgebracht oder vertrieben wurden. Antisemitische Vorurteile wurden in den letzten Jahren eher hinter vorgehaltener Hand oder am Stammtisch geĂ€ußert. Dies scheint sich nun in der Wirtschaftskrise zu Ă€ndern.

Zu einem der zentralen Stereotype antisemitischer Ideologie gehört die Unterscheidung zwischen einem angeblich jĂŒdisch kontrollierten „raffendem Kapital“ und dem guten deutschen „schaffenden Kapital“. Das „raffende Kapital“, also „der Jude“ zerstöre die Volkswirtschaften, dagegen mĂŒssten sich deutsche Arbeiter und Unternehmer gemeinsam wehren. Im Beitrag wird die Frage nach den UrsprĂŒngen dieser antisemitischen Wahnvorstellungen gestellt.

Auf der Internetseite von Radio Flora unter BeitrÀge & Podcasts (Kategorie: Geschichte) http://www.radioflora.de/index.php?article_id=275&clang=0